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Das Spektrum der möglichen Konstellationen einer Baugemeinschaft ist genauso breit wie das der gebauten Objekte: Zwei, drei oder noch mehr Parteien schließen sich in einem rechtlichen Verbund zusammen, um zusammen mehrere Einfamilienhäuser auf einem Grundstück zu errichten oder auch ein Doppel-, ein Reihen- oder ein Mehrfamilienhaus. So unterschiedlich die einzelnen Ausprägungen sind, so unterschiedlich kann auch das Vorgehen sein, eine Baugemeinschaft zu bilden.
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Schließen sich z.B. mehrere junge Familien zusammen, verliert ein neues räumliches Umfeld seinen Schrecken, denn die zukünftigen Nachbarn sind bereits bekannt, Kinder lassen sich gemeinsam betreuen, Fahrgemeinschaften können gebildet werden. Aber auch für Singles oder ältere Menschen gibt es viele Gründe mit anderen zusammen zu bauen. Sei es, dass sie dadurch mit Gleichaltrigen oder Gleichgesinnten in engeren Kontakt kommen, sei es dass sie sich nur so überhaupt ein eigenes Heim leisten können. Meist ist es eine Kombination mehrerer Motive, die für die Bildung einer Baugemeinschaft sprechen.
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Dazu gehört die Regelung von Störfällen, der Umgang untereinander und das Vorgehen allgemein. Es existieren Musterverträge für Baugemeinschaften, besser ist es aber, einen eigenen Vertrag auszuarbeiten, der sich am konkreten Fall orientiert. Bei den Gesprächen über die Inhalte des Bauprogramms lernt sich die Gruppe kennen. Wenn sich allerdings hierbei herausstellt, dass sie zu heterogen ist und sich nicht auf einheitliche Ziele verständigen kann, ist dies der richtige Zeitpunkt, aus dem gemeinsamen Projekt wieder auszuscheren. In diesem Fall sucht sich die restliche Gruppe neue Partner, mit denen größere Übereinstimmungen zu erreichen sind. |
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Die Baugemeinschaft baut für den eigenen Bedarf, Wagniszuschläge entfallen, denn es besteht kein Verkaufsrisiko. Hat die Gemeinschaft kostengünstiges Bauen als eines ihrer Ziele definiert, erarbeitet der Architekt konsequent preiswerte Lösungen: Mit der Entscheidung für schlichte und einfache Bauformen ist ein erster Schritt getan. Durch gute Absprache aller Beteiligter untereinander sowie einem geringen Grad an Individualisierung und somit einheitlicher Planung lassen sich ebenfalls enorme Kosten einsparen. Auch Mehrfachbestellungen und die entsprechende Wahl der Baumaterialien tragen zur Eindämmung der finanziellen Belastung bei. Die Grunderwerbssteuer verringert sich, Ämtergänge werden effektiver, wenn eine Person Informationen für alle einholt. Je nach Zusammensetzung der Baugemeinschaft lassen sich eventuell manche Arbeiten in Eigenleistung erbringen. Unterschiedliche berufliche Kompetenzen und das individuelle Wissen jedes Einzelnen multipliziert sich, indem es der ganzen Gruppe zugute kommt. |
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Unter dem Titel "Baugemeinschaften. Ein moderner Weg zum Wohneigentum" hat das Wirtschaftsministerium eine Broschüre herausgegeben, die kostenlos bei der Architektenkammer Baden-Württemberg angefordert werden kann.
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