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Heizanlagen, Abwässer und Müll verschmutzen Luft, Wasser und Böden, für den Treibhauseffekt ist das Kohlendioxid verantwortlich. In Deutschland werden jährlich rund 1030 Mio. Tonnen CO2 ausgeschieden, wovon ca. 30 Prozent von Haushalten und Kleinverbrauchern stammen. Der weitaus größte Teil mit 20 Prozent entfällt hierbei wiederum auf die Gebäudeheizungen. Klimaprobleme zeichnen sich ab - es ist höchste Zeit, den Energieverbrauch und damit die Emissionen zu reduzieren. Auch die Ressourcen wollen geschont sein. Wenn wir heute Gebäude mit einer Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren errichten, gilt es zu bedenken, dass sich die Energieträger innerhalb dieser Phase gravierend verringern werden.
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Trend zu Passivhäusern |
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In den letzten Jahren entstanden zunehmend sog. Niedrigenergiehäuser, die in ihrem Verbrauch um mindestens 25 Prozent unter der gültigen Wärmeschutzverordnung liegen, und mit Einführung der Energieeinsparverordnung Standard sein werden. Bemerkenswert ist auch die beständig steigende Zahl von Minimalenergie- bzw. Passivhäusern, denn immer mehr Bauherren lassen sich von der Verbindung höchsten Wohnkomforts mit geringstem Energieverbrauch überzeugen: nur noch 10 – 15 Prozent des herkömmlichen Bedarfs an Heizöl fallen bei einem Passivhaus an, womit es ein herausragendes Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften darstellt.
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Welche Merkmale zeichnen ein Passivhaus aus? Wie kommt sein niedriger Energieverbrauch zustande? Laut Definition "heizt" und "kühlt" sich das Haus rein "passiv", d.h. ohne Heizung bzw. Klimaanlage strahlt das Gebäude im Sommer wie im Winter eine große Behaglichkeit aus.
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Guter Wärmeschutz der Gebäudehülle und kompakte Bauweise |
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Um den Wärmebedarf zu reduzieren, erhält der gesamte Baukörper inklusive Bodenplatte zunächst einmal eine ca. 40 cm starke wärmedämmende Hülle. Der Architekt achtet auf strikte thermische Trennung von beheizten und nichtbeheizten Zonen, z.B. im Bereich des Kellerabgangs. Weil die Wärmedämmung auf jeden Fall durchgängig sein muss, darf auch aufgehendes Mauerwerk die Dämmung nicht unterbrechen. Aus diesem Grund stehen die Wände auf druckfesten Baustoffen mit geringer Wärmeleitfähigkeit, beispielsweise auf Foamglas. Bei Leichtkonstruktionen aus Holz gilt es im Außenwandbereich den Rippenanteil zu reduzieren - der Architekt schlägt hier oftmals den Einsatz von Holz-Doppel-T-Trägern oder Boxträgern vor. Im Traufbereich dürfen Sparren und Pfetten die Dämmschicht nicht durchstoßen. |